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Ein Seestern im Garten 
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Pressestimmen zu „Ein Seestern im Garten”

Bluejeans an - Beethoven aus

"Hommage an die Lebenslust: Peter Limburgs "Ein Seestern im Garten" feierte in der Komödie an der Steinstraße eine furiose Premiere.

Das Thema ist wahrscheinlich nicht neu: Junges Mädchen mit viel Sexappeal verdreht gebildetem Mann in den besten Jahren den Kopf - und doch hat es Regisseur Helmuth Fuschl geschafft, diesen altbekannten Stoff in erfrischender Weide auf die Bühne zu bringen. Das Stück "Ein Seestern im Garten" von Autor Peter Limburg feierte in der Komödie am Mittwochabend an der Steinstraße eine furiose Premiere.
Bis heute ist der Reiz des alten Themas ungebrochen. Man denke nur an "My Fair Lady" und die literarische Vorlage "Pygmalion" von Shaw. Aber es liegt vor allem an den Charakteren, die Liebesgeschichte immer wieder neu und mitreißend zu inszenieren. Und das ist Fuschl mit seiner wunderbaren Besetzung auf jeden Fall gelungen.

Seiner Freunde Thea und Fred (herrlich gespielt von Christiane Rücker und Karl-Heinz von Hassel) Die spritzig-geistreiche, fast poetische Geschichte appelliert daran, Träume als Reservoir neuer Perspektiven zu nutzen und diese wenige Momente im leben zu genießen, an denen man sogar "Seesterne im Garten" finden kann. Davon sollte es wirklich mehr geben. "

Westdeutsche Zeitung
10. März 2006,
verfaßt von Antonia Kasparek
Glücklich wie ein Schneekönig

Mit viel Witz und Schwung: Helmuth Fuschl inszeniert in der Komödie "Ein Seestern im Garten".

Wer findet schon einen Seestern im Garten? Nur Menschen, die Schmetterlinge im Bauch haben und durch Liebe so verzaubert sind, dass sie auf Wolke Sieben schweben.
Letztere wird souverän gespielt von der frischen Vollblut-Mimin Tessa Höchtl: Die Wienerin mit jugendlicher Ausstrahlung ist fit, und das hauptsächlich in Turnschuhen.

Ohne Zweifel: Das Duo Bäumler/Höchtl trägt souverän und routiniert durch den Boulevard-Abend. Kein Gag wirkt müde oder abgenutzt, sondern Amors Pfeile fliegen gezielt durch die Luft, treffen mit Präzision das Objekt der Begierde - ebenso wie die pointenreichen Dialoge. Dabei beweist der reife Bäumler, wie wandlungsfähig er ist. Er ersetzt die Brille durch Kontaktlinsen, seine Graue-Maus-Kleidung durch schnieke Jeans und knallrotes Polohemd. Die junge Biene wirkt wie eine Vitaminspritze, so dass er nur noch taumelt und tänzelt - glücklich wie ein Schneekönig (und eben nicht wie ein Eisprinz!).

Hinzu gesellen sich Karl-Heinz von Hassel und Christiane Rücker als Richards gute, alte Freunde Fred und Thea. Auch sie lassen sich von Silvias Frische mitreißen, werfen Anti-Aging-Pillen in den Mülleimer und wirken von Auftritt zu Auftritt jünger.

Am Ende der zügigen, streckenweise nachdenklichen Regietat von Helmuth Fuschl glaubt jeder, Seesterne im Garten zu haben - zumindest einen.

Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
10. März.2006,
verfaßt von k.A.
Wenn Bäumler seinen zweiten Frühling erlebt

Alle Mitwirkenden geben eine prima Figur ab. Als da wären die herrlich burschikose, pillen- und salbenverliebte Christiane Rücker und der mit trockenen Bemerkungen glänzende Karl-Heinz von Hassel. Beide mimen die stets um Rat und Tat bemühten Freunde, die letztlich selbst Honig aus der neuen Romanze ihres Freundes saugen.

Als Architekt und Gastro-Kritiker Richard Tannefelder, der nach der Trennung von seiner Frau dank neuer Liebe eine seelisch-körperliche Renaissance erfährt, haucht er der altbekannten Geschichte neues leben ein.

Glaubwürdig zwischen Melancholie und Euphorie schwankend.

FAZIT: SEHENSWERT!

Express
10. März.2006,
verfaßt von Michael Grixa