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Pressestimmen zu „Was bin ich wieder für ein Schelm - Die Heinz-Erhardt-Revue”
Kult in der Komödie: Beim Ritter Fips und der Made steigt das Publikum im Chor ein. Ovationen für Thorsten Hamer.
Er lacht wie ein Schelm, guckt verschmitzt durch seine berühmte Brille. Dann rollt er, wie ein schüchterner Schuljunge, den Stoff der Anzugjacke nach innen. Nach vorne gebeugt, mit den Armen schlendernd. Es ist erstaunlich, wie nah Thorsten Hamer seinem Vorbild Heinz Erhardt kommt. Selbst das hektische Atmen, die keuchende Stimme und das Kichern sind verblüffend echt.
Mit seiner Revue „Was bin ich wieder für ein Schelm“ liefert der 28jährige Komiker aus Wuppertal jedenfalls den Beweis dafür, dass der Erzkomödiant, der 1979 starb und 2009 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, lebendig ist. Zumindest seine Gedichte, Songs, seine Nadelstiche in punkto Ehe und seine ironisch süffigen Stegreifspiele erfreuen sich großer Beliebtheit, auch bei der jungen Generation.
Jeder Stimm-Kickser, jede Bewegung stimmt.
Nicht schlecht staunten Letztere - bei der Premiere in der ausverkauften Komödie an der Steinstraße-, zu wie viel Witz die deutsche Sprache doch fähig ist. Und wie viel von Heinz Erhardts Gratwanderung zwischen Komik, Nonsens und Wortverdrehungen im Gedächtnis haften geblieben sind.
Doch das Haus hat sich unter dem Duo Fuschl/Haizmann in letzter Zeit zu einem In-Treff von Kult-Liebhabern gemausert.
Alle Nummern wirken wie improvisiert, ebenfalls das Zusammenspiel mit Daniel Große Boymann am Klavier und Schauspielerin Hella-Birgit Mascus, die mehr als nur Stichwortgeber sind.
In grauem Anzug, karierter Krawatte und Pomade-Scheitel schlendert er auf die Bühne und entfacht die Erhardtschen Kaskaden, freut sich, wenn das Publikum seine Verse und Sätze im Chor mitspricht. Er dreht Sprachwürste und knittelt Verse am laufenden Band. Die unvergesslichen Gedichte, wie das von der „Made“, die Klassiker-Verhunzungen von Schiller und Goethe und der Zyklus über „Ritter Fips in voller Rüstung“ – all’ das und viel mehr gehören zu „The Best of Heinz Erhardt“. Genau das bietet Hamers Revue, die lange mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.
NRZ, 22.10.2010
Begeistert wurde Thorsten Hamer als Star der Heinz-Erhardt-Revue gefeiert.
Der 27-jährige ist verblüffend nah am Original. Der Tonfall, das Zerstreute und die Verhaspler sind ebenso perfekt einstudiert, wie die gesamte Körpersprache. Hamer ist Erhardt – vom ständigen Nesteln an den Sakkoaufschlägen, dem vornüber geneigten Oberkörper mit den schlenkernden Armen bis hin zum leichtfüßigen Getänzel.
Das Publikum kann die meisten Pointen mitsprechen.
„Noch´n Gedicht“ heißt es in bester Erhardt-Manier immer wieder, und obwohl das Publikum die meisten Pointen kennt und oft sogar mitspricht, tut das der Heiterkeit keinen Abbruch. Altbekannte Verse werden listig angekündigt: „Jetzt ein Gedicht über den 1. FC Köln. Die Überschrift hat nichts mit dem Verein zu tun: Fußball.“ Hamer ist offensichtlich bewusst, wo er an diesem Abend auftritt.
Zu einer Revue gehört natürlich auch Musik, und die Auftritte mit dem Pianisten Daniel Große Boymann und Sängerin Hella-Birgit Mascus sind echte Glanzlichter. Das „Fräulein Mabel“ (Beine, so krumm wie ein Säbel) wird ebenso besungen wie die „Luisenstraße 13“ oder „Mein Mädchen“. Daniel Große Boymann übernimmt auch den Part des Sonnenlied-Sängers in dem legendären Fernseh-Sketch mit Rudi Carell, bei dem man ja haargenau weiß, was passiert, so oft hat man ihn schon gesehen. Und trotzdem: Wenn der erste Wasserguss auf Hamer runtergeht, wiehert der Saal vor Vergnügen. Nachdem das Premierenpublikum noch die tragische Geschichte von der „Made“ mit auf den Heimweg bekommt, verabschiedet sich Thorsten Hamer unter donnerndem Applaus im Erhardtschen Doppelsinn: „Drum bleibe ich, wenn es mir auch schwer ward, nur der Darsteller vom Heinz Erhardt.“
WZ, 22.10.2010
Beflissen wedelt Thorsten Hamer von unten auf die Bühne, knickt beim Begrüßungsapplaus linkisch ein. „Ich danke Ihnen für dieses Geräusch“, ruft er. Dann verdrechselt er seine Ansage so ulkig, dass es ihm entfährt: „Was bin ich wieder für ein Schelm!“ Und schon sind alle in der „Komödie“ hingerissen von dem knuddeligen Komiker.
Doch kaum einer beschwört die Erinnerung an Erhardt so lebensnah herauf wie Thorsten Hamer. Der Solinger Schauspieler stellte für Düsseldorf eine Collage zusammen, die sattsam Vertrautes bietet. Bereitwillig folgten die Zuschauer seinem aufmunterndem Zuruf: „Wenn die Leute was wissen – ruhig dazwischen!“ Sie wussten viel. Also fielen sie murmelnd ein in bekannte und leicht vorhersehbare Reime, vollendeten sie und hatten ihren Spaß daran. Das ganze Erhardt-Personal marschierte auf, der Ritter Fips, der König Erl.
Das permanente Wiedererkennen hatte Charme, aber offenbar funktionierte diese Art von Humor auch bei jüngeren Leuten. Gelegentlich erlaubte sich Thorsten Hamer eine von Erhardt klitzekleinen, hübsch altmodischen Schlüpfrigkeiten. Unterstützt wurde er von Pianist Daniel Große Boymann und Schauspielerin Hella-Birgit Mascus – beide gut, kaum mehr als bloße Stichwortgeber. Der Star beherrschte die Bühne nahezu allein. Viel Kurzweil, viel Gelächter und Applaus am Premierenabend.
Rheinische Post, 22.10.2010
Mit Ovationen feiern die begeisterten Zuschauer in der Komödie gestern Abend die Premiere von Thorsten Hamer – dem besten Double des unvergessenen Kult-Komikers.
Seine Revue „Was bin ich wieder für ein Schelm“ bietet die besten Geschichten und Gedichte, aber auch Lieder und Sketche von Erhardt. „Die Made“, „König Erl“ oder der „Chor der Müllabfuhr“. Jede Nummer zum Brüllen komisch. Jeder, der den echten Heinz Erhardt jemals gesehen hat, ist verblüfft, wie ähnlich Hamer ihm kommt. Ein Abend, der extrem gefährlich für das Lachen strapazierte Zwerchfell ist.
Bild, 21.10.2010
Es war eine gelungene Premiere! Stehende Ovationen gab es für Thorsten Hamer und seine Heinz-Erhardt-Revue „Was bin ich wieder für ein Schelm“ in der Komödie (Steinstraße). Das Publikum im ausverkauften Haus (es gab sogar eine Warteliste für die Premiere) tobte vor Begeisterung. Und alle Besucher waren sich einig: Thorsten Hamer wird zu Recht von der ARD als bester Erhardt-Imitator bezeichnet!
Der Gefeierte selbst war vom Mega-Jubel sichtlich überwältigt…
Ein Programm mit Kult-Charakter. Und alles wirkte so, als würde der Komiker von damals höchstpersönlich auf der Bühne stehen. Die Gestik, die Mimik, die Stimme – perfekt. Zugabe!
Unterstützt wurde Hamer auf der Bühne von Hella-Birgit Mascus und Daniel Große Boymann.


